FAQ – Frequently Asked Questions

1.  Was ist die Sino-German Metal Eco City?

Die „Stadt des Mittelstands“ liegt in der Millionen-Metropole Jieyang, inmitten der südlichen Provinz Guangdong – nur eine Flugstunde von Hongkong entfernt. Sie entsteht auf einer Fläche von rund 23 Quadratkilometern und hat ein Investitionsvolumen von 20 Milliarden Euro. Hinter der Metal Eco City steht ein Unternehmerverband, in dem sich 700 chinesische Metallunternehmen zusammengeschlossen haben. Die MEC wurde von Unternehmern für Unternehmer gegründet und richtet sich mit ihrem Angebot gezielt an den deutschen Mittelstand – weltweit bekannt für Qualität, Flexibilität und Innovationskraft.

Bis 2020 soll die MEC rund 100.000 Menschen Arbeit bieten. Die Stadt ist ein Pilotprojekt für moderne Urbanisierung mit einer innovativen Integration von Arbeits- und Lebenswelt – und dient als Modell für ganz China. China und Deutschland starteten den Prototyp eines innovativen Industrieparks gemeinsam Ende 2012. 

Individuelle Lösungen für jeden Unternehmer werden über sechs Plattformen definiert:

»Forschung & Entwicklung
»
Finanzierungen
»
Produktion & Fertigung
»
Handel & Vertrieb
»
Umwelttechnologie
»
Lehre & Bildung

2.  Warum entsteht die MEC in Jieyang?

Die MEC entsteht am Rande der Stadt Jieyang, im Osten der südchinesischen Provinz Guangdong. Jieyang ist mit 6,8 Millionen Einwohnern eine aufstrebende Metropole und boomende Wirtschaftsregion. Mehr als 100 Millionen Menschen leben in der Provinz Guangdong. Die Stadt Jieyang befindet sich im Erweiterungskreis der „Pearl River Delta Economic Zone“ – der dynamischsten Wirtschaftsregion Chinas.  Jieyang gilt aufgrund seiner Historie und exponierten Lage als wichtigstes Wirtschaftszentrum der Metallindustrie, des Maschinenbaus und der Umwelttechnologie. Die Region blickt auf über 1.000 Jahre Tradition in der Metallverarbeitung zurück. 7.600 Metallunternehmen mit 400.000 Fachkräften zählt die Branche in Jieyang. Weitere wirtschaftliche Schwerpunkte sind die Verarbeitung von Jade, die Textilindustrie sowie die Pharmaindustrie.
Die Industrie in Jieyang befindet sich in einer Phase des Aufbruchs – industrielle Transformation, Öffnung der Marktwirtschaft und innovative Umwelttechnologien sind für die vielen mittelständischen Unternehmen die Themen der Zukunft. 700 Metallunternehmer aus der Region haben sich daher 2012 zu einem Verband zusammengeschlossen und gemeinsam einen Investmentfonds aufgelegt. Die politische Führung der Stadt Jieyang hat parallel ein Entwicklungskonzept ausgearbeitet. Gemeinsam stellt man sich den Herausforderungen der Zukunft und treibt die Transformation der traditionellen Industrie voran. Im Mittelpunkt dieses Modernisierungsprozesses steht die Metal Eco City – ein innovativer Industriepark, der von chinesischen und deutschen mittelständischen Unternehmern gemeinsam entwickelt wird.

3. Warum ist die MEC ein deutsch-chinesisches Leuchtturmprojekt?

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Wie können Produktion, Arbeit, Leben und Natur in einer Stadt vereinbart sein? Seit mehreren Jahren arbeiten China und Deutschland erfolgreich an gemeinsamen Zukunftsprojekten zum Nutzen beider Seiten. Die von Deutschland und China gemeinsam flankierte MEC dient als Pilotprojekt für die moderne Urbanisierung. In der MEC entsteht zum Beispiel die erste Anlage in China zur Herstellung von „Grüner Kohle“ aus Siedlungsabfällen. Mit nachhaltigen Produktionsketten, einer intelligenten Infrastruktur und ressourcenschonenden Technologien hat die MEC Vorbildcharakter für ganz China. Einzigartig ist auch der marktwirtschaftliche Ansatz – die MEC ist der erste Industriepark in China, der von Unternehmern für Unternehmer initiiert wurde. Deutsche und chinesische Unternehmen arbeiten gemeinsam an der Entwicklung der Stadt - so dass die individuellen Interessen der Unternehmen im Mittelpunkt stehen. Die MEC wird als einziges deutsch-chinesische Großprojekt von einem deutschen Management begleitet und verfügt über ein umfassendes Netz an Repräsentanzen in Deutschland.

4. Wer steht hinter der MEC?

Entwickelt wird die MEC von der ZhongDe Metal Group Co., Ltd. Mehr als 700 chinesische Metallfirmen aus der Region Jieyang haben sich 2012 zu einem Verband zusammengeschlossen und einen Investmentfonds mit 100 Millionen Euro für den Start des Industrieparks aufgelegt. Vorsitzender ist der chinesische Unternehmer Wu Kedong. Als Schnittstelle zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen wurde Anfang 2015 in Stuttgart die ZhongDe Metal Group GmbH gegründet – mit weiteren Standorten in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München und Dresden. Unter der Geschäftsführung von Mike de Vries und Wenpei Lin werden die deutsch-chinesischen Kooperationen koordiniert. Den Aufsichtsrat der Tochtergesellschaft in Stuttgart bilden Persönlichkeiten aus der deutschen Wirtschaft mit wichtigen Kontakten in die Politik: Prof. Dr. Dieter Hundt (Aufsichtsratsvorsitzender), Ehrenpräsident Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Unternehmensverbands Metall und Elektro e. V. (bayme),  des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. (vbm) und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw).

5. Warum liegt der Fokus auf dem deutsch-chinesischen Mittelstand?

Bei den „Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen“ wurde die Förderung der Zusammenarbeit zwischen kleinen und mittleren Unternehmen beider Länder als eine der Priorität für die kommenden Jahre definiert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geht davon aus, dass in erster Linie von der Mittelstandskooperation neue Impulse für die deutsch-chinesische Wirtschaftskooperation ausgehen werden. Ähnlich sieht es die Europäische Union. Wie in Deutschland sind auch in China die kleinen und mittleren Unternehmen das Rückgrat der Wirtschaft. In China sind im Mittelstand nach offiziellen Angaben von 2009 bis 2014 allein für die urbane Bevölkerung 44 Millionen Arbeitsplätzen hinzugekommen.
Die MEC wurde im Mai 2015 vom Ministerium für Industrie und Informationstechnologie der Volksrepublik China als erster „Standort für die deutsch-chinesische Mittelstandszusammenarbeit“ in Südchina anerkannt.

6. Welche Chancen bietet der chinesische Markt deutschen Mittelständlern?

Flexibilität, Innovation, Qualität und Perfektion – der deutsche Mittelstand gilt weltweit als Premiummarke. Der Mittelstand hat China bei der industriellen Transformation einiges zu bieten. Der chinesische Markt wiederum eröffnet gerade kleinen und mittleren Unternehmen aus Deutschland einzigartige Chancen – so dass für beide Seiten eine Win-win-Situation entsteht. Chinas Wunschpartner für die Industrie der Zukunft ist Deutschland.
2014 haben Deutschland und China eine Innovationspartnerschaft vereinbart. Im Rahmen dieser Partnerschaft können deutsche und chinesische Firmen in bestimmten Feldern zusammenarbeiten, um neue Produkte und zukunftsweisende Technologien zu entwickeln – dies im Bereich „Industrie 4.0“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und der chinesischen Initiative „Made in China 2025“.  In der MEC kooperieren chinesische Familienunternehmen mit kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Deutschland. Vertrauen, Verlässlichkeit und Individualität sind in Jieyang das Fundament der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit. Während der Markt im Norden Chinas von ausländischen Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten bereits gut erschlossen wurde – bietet der Süden Chinas noch ein großes unerschöpftes Potential. Allein in der Provinz Guangdong leben 100 Millionen Menschen.

7.  Welche Förderprogramme greifen bei der Ansiedlung in der MEC?

Die chinesische Regierung hat im Rahmen der Initiative „Made in China 2025“ für vielversprechende Zukunftstechnologien in zehn Branchen Förderprogramme aufgelegt: Energieerzeugung, neue Werkstoffe, Medizintechnik, Informationstechnologie, Robotik, Luft- und Raumfahrt, Meerestechnik und High-Tech-Schiffe, Eisebahntechnik, Umweltautos und Landmaschinen. Für Unternehmen, die sich in das Konzept der MEC einpassen sind darüber hinaus individuelle Subventionen möglich wie zinsgünstige Kredite, vergünstigte Grundstückspreise oder Mieten sowie Zuschüsse.

8. Wie sieht die Infrastruktur aus?

Die Stadt Jieyang befindet sich im Erweiterungskreis der „Pearl River Delta Economic Zone“ – der dynamischsten Wirtschaftsregion Chinas. Jieyang ist ein Verkehrsknotenpunkt für Ost-Guangdong, Süd Fujian und Süd-Jiangxi. Infrastrukturell bietet die MEC Anbindung an Flughäfen, Autobahnen, Schiffsverkehr und Schienennetz.
Flughafen: Drei neu gestaltete internationale Flugstrecken führen von Jieyang über Peking nach Frankfurt, München und Düsseldorf. Hongkong ist in einer Flugstunde zu erreichen. Der nächste internationale Flughafen – der Chaoshan-Flughafen – ist nur zehn Kilometer von der MEC entfernt.
Autobahn: Mehrere Autobahnen bilden ein kompaktes Verbindungsnetz - die ShanKun-Autobahn, Jiepu-Autobahn, Chaohui-Autobahn und die Shanjiemei-Autobahn. Der Industriepark selbst wird durch drei große Hauptstraßen erschlossen - die Sino-German-Straße, die Perlenfluss-Straße und die Rhein-Straße.
Bahn: Die MEC bietet mit Anbindung an mehrere Eisenbahnlinien und Schnellzug ein flexibles Schienennetz. Der nächste Bahnhof – der Chaoshan-Bahnhof – liegt nur 15 Kilometer von der MEC entfernt. Ein spezieller Güterbahnhof entsteht innerhalb der MEC.
Schiff: Der Shengquan-Seehafen der Stadt Jieyang und der Rongjiang-Seehafen bieten eine direkte Verbindung mit Hongkong, Guangzhou, Shanghai, Zhanjiang und anderen Häfen.

9. Wie ist die Anbindung an die Neue Seidenstraße?

Im Herbst 2013 verkündete Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping den Aufbau eines „Seidenstraßen-Wirtschaftsgürtels“ und einer „maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts“. Die Seidenstraßeninitiative „One Belt, One Road“ reicht weit über den Aufbau von linearen Verkehrs- und Transportverbindungen zwischen Europa und Asien hinaus. Vielmehr soll ein umfassendes Infrastrukturnetzwerk in Eurasien entstehen.  Um den internationalen Handel zu fördern, will China in den kommenden Jahren mit Milliardeninvestitionen den eurasischen Raum neu vernetzen. 40 Milliarden Dollar stellt das Land dafür bereit. Das wirtschaftsstrategische Projekt soll Asien und Europa zusammenbringen, 65 Länder und  4,4 Milliarden Menschen. Eine Eisenbahnstrecke von China bis Duisburg existiert bereits. Entwicklungsbanken sollen künftig dazugehören, gemeinsame Handelsstandards, Abbau von Zollschranken, die Integration von Märkten und Kulturen. Die Seidenstraßeninitiative umfasst zwei Routen: den Landweg von China über Zentralasien in die Türkei und die EU und die Meeresroute über den Indischen Ozean nach Afrika und Europa. Bei beiden Wegen geht es darum, die Verkehrsinfrastruktur zu entwickeln, die wirtschaftliche Entwicklung zu befördern, den Handel und den Austausch von Menschen anzuregen. Über den Shengquan-Seehafen der Stadt Jieyang und den Rongjiang-Seehafen hat die MEC direkte Anbindung an die Meeresroute der Neuen Seidenstraße.

10. Wie werden Wohnen und Leben in die MEC integriert?

Mensch und Natur sollen in der MEC im Einklang leben. Das „grüne“ Konzept garantiert eine hohe Lebensqualität. Im Nordosten des Industrieparks entsteht ein modernes Wohngebiet mit Einheiten verschiedener Größen – 2.500 Appartements und Wohnungen, ein Villenviertel mit mehr als 200 Häusern und ein Fünf-Sterne Maritim-Hotel mit 455 Zimmern. Hier finden Mitarbeiter, Gäste und deren Familien ansprechende Domizile, die modernen Wohnstandards entsprechen. Der zentral gelegene See und ein großer Naturpark sind Naherholungsgebiete. Der Naturpark umfasst eine Fläche von 200.000 Quadratmetern. Um allen Bewohnern der MEC einen hohen Freizeitwert zu bieten, befinden sich im Zentrum vielfältige Shops, Lebensmittelgeschäfte und gastronomische Einrichtungen. Gesundheitsversorgung, internationaler Kindergarten und Schulen ergänzen das Angebot.