Saubere Industrieabwässer – mehr Umweltschutz

Hein Verfahrenstechnik setzt auf Abwasserreinigung in Jieyang

 Anja Barlen-Herbig |   |  MEC–Unternehmen , Galvanik , Umwelt

Schwermetalle, Tenside, Öle, Farben – die Hein Chemische Verfahrenstechnik GmbH hat sich auf die Reinigung von industriellen Abwässern spezialisiert. Das mittelständische Unternehmen aus dem bayrischen Eching entwickelt Adsorptions-, Fällungs- und Flockungsmittel. In der Metal Eco City (MEC) in Jieyang will die Hein GmbH seinen Standort für China aufbauen. Das Marktpotential ist groß – die Produkte werden sowohl in der Metall- wie auch in der Textil- und der Lebensmittelindustrie benötigt. Erste Geschäftskontakte hat das deutsche Unternehmen im Juni bei der 3. Deutsch-Chinesischen Mittelstandskonferenz in Jieyang geknüpft.

„Wir sind absolut überzeugt vom Standort Jieyang. Wir haben dort kluge Köpfe kennengelernt, die die Umweltprobleme in der Region lösen wollen. China braucht Unterstützung und wir haben im Laufe der Jahre wirkungsvolle Produkte entwickelt“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Hein. „Wir sind bereits mit mehreren Interessenten in Kontakt, die chinesischen Flyer sind fertig, erste Produkte sind auf dem Weg nach China – und als erster Anwendungsfall zeichnet sich der Galvanikpark in der MEC ab.“
Der Galvanikpark ist das Herzstück der Metal Eco City – er entsteht auf einer Fläche von mehr als 500.000 Quadratmetern und wird der größte Galvanikpark Chinas. Im Mittelpunkt des Pilotprojektes stehen moderne Produktionsanlagen, Umwelttechnologien und qualifizierte Fachkräfte. Am Jieyanger Modell soll aufgezeigt werden, wie sich die Galvanikproduktion zu einem „grünen“ Industriezweig entwickeln kann. Jieyang ist das Metall-Mekka Chinas – mehr als 7.600 Metallunternehmen mit 400.000 Arbeitskräften zählt die Branche in der Millionen-Metropole. 

„Wir haben im Laufe der Jahre wirkungsvolle und schonende Produkte zur Reinigung von industriellen Abwässern entwickelt. In der Lebensmittelindustrie können wir mit abbaubaren Produkten arbeiten. Wenn es um Kupfer, Nickel, Blei usw. geht, achten wir darauf, die Nebenprodukte so gering wie möglich zu halten“, so Hein. „Die gesetzlichen Umweltauflagen in China sind streng. In der Anlage sind unter anderem Indikations-Fischbecken installiert. Am Verhalten der Fische erkennt man frühzeitig, wenn schädliche Stoffe die Anlage durchlaufen.“

Offizielles Mitglied der Metal Eco City ist die Hein GmbH seit Juni – im Rahmen der Mittelstandskonferenz wurde ausgewählten deutschen Unternehmen die Mitgliedschaft verliehen. Hein hat nun die Möglichkeit, das umfassende Netzwerk der Zhongde Metal Group zu nutzen und auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. „Wir wollen auf jeden Fall kurzfristig eine Dependance in der Metal Eco City aufbauen, so dass ein Partner vor Ort agieren kann. Die Planungen stehen“, freut sich Hein. Im September werden in Jieyang die nächsten Gespräche stattfinden – das Münchner Team der Zhongde Metal Group GmbH begleitet den bayrischen Mittelständler auf seinem Weg nach China. Weitere Informationen unter www.metal-eco-city.com.